Man mag schon nichts mehr sagen…

Philipp Wiebe / pixelio.de

…so verhärtet scheinen die Fronten. Sobald man auch nur den Hauch einer Meinung erkennen lässt bekommt man Flak von allen Seinen. Mittelmaß und gesunder Menschenverstand scheinen wie weggewischt. Bilder aus Hamburg sehen Teilweise aus wie aus Bürgerkriegsstaaten. Ich trau mich kaum noch zu lesen, was Freunde schreiben.

Ja, man hat das Recht zu demonstrieren.
Nein, man nicht das Recht anderen Menschen das Hab und Gut zu zerschlagen und anzuzünden.
Ja, man muss die Staatsgäste, und seien sie noch so unbequem, schützen.
Nein, dafür muss man nicht das Recht biegen und brechen, genehmigte Camps verhindern und friedliche Demonstrationen mit Wasserwerfer und Knüppel auflösen.
Ja, man muss gegen das, für was G20 im Grunde steht, aufstehen und sich Gehör verschaffen.
Nein, dazu versetzt man nicht die Zivilbevölkerung in Angst und schrecken.
Ja, man muss seine Dienstpflicht tun, so lange die Befehle rechtens sind auch wenn der eigen Bauch nicht glücklich damit ist.
Nein, den Frust lässt man dann nicht an Demonstranten aus.

Wenn ich einen Wunsch habe, dann den, dass sich alle mal besinnen. Zwei Schritte zurück machen und durchatmen. Lasst den Scheiß. Knüppelnde Polizisten machen mich genau so wütend wie vermummte Idioten, die in Nebenstraßen Autos anzünden.

Ich mag Putin, den Irren vom Bosporus und Donald „Perrückentier“ Trump auch nicht aber glaubt denn wirklich irgendeiner, dass die das juckt, wenn in Hamburg Autos brennen? Im Gegenteil, das spielt ihnen zu. So haben sie noch mehr Gründe noch härter durch zu greifen.

Gewalt führt zu Gewalt. Immer. Ist noch nie anders gewesen.

Hört auf.

Bitte.