Ein Tag hat 24 Stunden…

…und ich zu viele Hobbys. Zumindest fühlt es sich so an. Ich frage mich dann immer, wie andere Leute das machen. Ein Tag hat nur 24 Stunden und selbst ohne Frau und Kind ist die freie Zeit endlich.

Meine Hobbys umfassen:

Die ersten beiden kann man relativ leicht „an und aus schalten“ und kann sie auch einfach mal liegen lassen, wenn die Zeit fehlt, aber gerade Tabletop und Modellbau brauchen große, zusammen hängende Zeitfenster, um auch mal was zu schaffen. Und am besten mit einer gewissen Regelmäßigkeit, damit man in der Übung bleibt. Aber man hat ja auch nicht immer Lust auf etwas, wenn man denn mal die Zeit hat. Oder (was mir am häufigsten passiert) ich habe etwas Zeit, meistens Abends, bin dann aber so KO, dass ich nicht viel mehr hin bekomme als mich berieseln zu lassen.

Und das frustriert. Wie macht ihr das? Beschränkt ihr euch auf ein Hobby? Verzichtet ihr auf Familie? Oder quält ihr euch einfach durch die Hobbys?

Ich kann mich erinnern, dass ich vor ca. 20 Jahren (Wirklich so lange her? Aua.) mit unserer DSA Rollenspielgruppe ein ähnliches Problem hatte. Aber wenn man sich trotz der Unlust dann zum Spielen traf, dann war es meistens doch gut. Weil die Gruppendynamik stimmte.

Aber wenn man für sich alleine muckelt…. tja. Und so richtig portabel ist das Hobby leider auch nicht.

Wie macht ihr das? Oder habt ihr das gleiche Problem?

Hobbyschrank entrümpelt.

Da will man „nur mal schnell“ etwas Ordnung in den Schrank mit den Hobbyutensilien bringen und *zack* gehen zwei Abende drauf. Abend 1 war komplett mit nicht-Hobbykram entrümpeln erledigt.

Jetzt, am zweiten Abend, ist der Hobbybereich sortiert und auch gleich wieder mehr Platz da. Und was man da alles findet. Fast schon ein Drama.

Fantacide – ein Fantasy Tabletop, über Kickstarter erworben. Noch nie gespielt, nichts bemalt oder ausgepackt. :( Und da die Firma mittlerweile nicht mehr existiert, wird das wohl auch alles so bleiben.

Judge Dredd Miniatures Game: Block War –  Tabletop im Judge Dredd Universum. Auch ein Kickstarter. Auch noch nie gepielt oder bemalt. Aber den Hersteller gibt es noch und das System lebt noch.

Celtos – ein Fantasy Tabletop für Skirmisher. Tolle alternative zu Warhammer Fantasy Battle. Leider auch nur eine Sammlung von Weißblech :S Bis auf eine Demotruppe Skelette.

Games Workshop Spiele – Gorka Morka, Warhammer Fantasy Battle, Warhammer 40.000 und Blood Bowl. Warhammer 40.000 (Unmengen Orks, Chaos Space Marines, ein paar Space Marines, einen Trupp Dark Eldar und ein Häufchen Tyraniden) und Blood Bowl habe ich früher öfter gespielt und sogar einiges bemalt bekommen.

Star Wars Pocketmodels – Quasi ein Vorläufer von X-Wing Miniatures aber mit höherem Suchtpotential, da es ein Trading Card Game war.

Besonders Warhammer 40.000 und Star Wars Pocketmodels haben viel Geld aufgesaugt. Ich wage nicht, es zusammen zu rechnen.

Was macht man nun damit. Verkaufen? Verstauben lassen? Verschenken? Entsorgen? Da muss ich noch einmal tief in mich gehen. Habt ihr auch so nette „Gräber“?

Zu! Viel! Zeug!

Es ist kein Wunder, dass meine Hobbys mich zeitweise mehr frustrieren als begeistern. Ich habe einfach zu viele. Zwischen Gesellschaftsspielen, Miniaturen Spiele, Video Spielen, Raspberry Pi Basteleien, Homepage schrauben und Modellbau bleibt nicht viel Zeit.

Und Zeit habe ich eh kaum welche, denn eine Familie braucht auch Zeit und das ist richtig so.

Was also tun? Die Hobbys reduzieren? Fühlt sich falsch an. Zeit von der Familie streichen? Das fühlt sich nicht nur falsch an, das *ist* falsch. Muss ich mir einen Plan machen, wann ich was machen kann? Muss ich mit den Hobbys warten, bis endlich das Eigenheim geschafft ist, damit ich einen Hobbyraum haben kann um alles auch „einfach mal liegen zu lassen“? Denn das „einfach liegen lassen“ ist ein großes Problem, wenn man keinen Platz hat.

Ich könnte (zum Beispiel) einfach mit Modellbau wieder anfangen, aber dann ist mein Schreibtisch auf unbestimmte Zeit nicht nutzbar. Und damit auch mein PC nicht. Auf die Spiele am PC könnte ich ja verzichten aber mindestens zwei mal im Monat ist meine Buchhaltung fällig und dafür brauche ich den.

Ich weiß es nicht. Wie macht ihr das? Habt ihr auch so viele, zeitintensive Aktivitäten?

*gna* Alles ned so einfach. Mal schauen, wie ich da einen dreh rein bekomme. Wahrscheinlich erst einmal das Arbeitszimmer aufräumen. *sigh*

Webcomics – der kleine Zeitvertreib

Ich lese nun schon lange viele Webcomics. Eine Auswahl will ich mal hier vorstellen.

Deutschsprachige Comics:

Englische Comics:

Da gibt es noch viel mehr aber manche Comics gehen einfach den Weg des Dodo und verlaufen im Sande. Userfriendly und Larry Leadhead zum Beispiel.

Falls ihr ähnliche Comics kennt, dann bitte Link zu mir! ;)

Videospiele und Schallplatten gestern, Brettspiele heute.

Was können die gemein haben? Im Grund nicht viel. Aber für mich hat sich gerade ein Muster ergeben. Also für mich persönlich.

Als ich Mitte der 80er (mit knapp 10 Jahren) das erste mal bewusst anfing Musik zu hören, war mein wichtigste Auswahlkriterium das Cover. Sah die Platte cool aus, wurde sie mal angespielt. So landete ich bei Iron Maiden, Motörhead und ZZ Top.

Bei Videospielen war es damals nicht viel anders. Wenn die Verpackung gut aussah und eine gute Spielidee versprach, dann wollte ich es haben. Auch wenn ich keinen Plan hatte, um was es ging und wie es wirklich aussehen würde. (Und alle Spiele damals hatten besser Coverart als in-game Grafik, wenn wir mal ehrlich sind)

Und jetzt passiert mir das schon wieder. FFG (Fantasy Flight Games) bringt in einer Tour neue Spiele heraus, die oft auf dem selben Mechanismus beruhen. Es gibt das LCG (Living Card Game), spiele basierend auf dem Grundregelwerk von Descent und Miniaturenspiele. Und selbst wenn es mal „ein neues“ oder seltener benutzter Spielmechanismus ist, reagiere ich wie ein pawlowscher Hund, wenn die Aufmachung mich anspricht. Ich liste mal ein paar auf:

Ja, ich habe da einen Trend, aber die Jungs machen auch einen großartigen Job beim Artwork. Die Rollenspiele habe ich komplett raus gelassen, das würde den Rahmen hier sprengen.

Ich muss mich also in Zukunft seeeeeehr zusammen reißen, wenn die was neues raus bringen. Besonderes Beispiel sind dabei Imperial Assault und Armada. Wenn das nicht so teuer wäre, dann würde das eher heute als morgen in meinem Schrank stehen… und verstauben…

Jemand Lust eine Runde zu spielen? ;)

Hirnrost!

Ja, Rost, nicht Frost.

Mir fehlt „geistige Bewegung“. Was tut man dagegen? Mit alten Hobbys anfangen? Davon hätte ich genug, aber die sind meistens so zeit-, geld- und/oder platzintensiv, dass man die nicht „mal eben“ wieder anwerfen kann.

Vielleicht eine Programmiersprache lernen? Aber welche? Und zu welchem Zweck?

Sich der Kleinstrechnergemeinde von Rasberry Pi, Arduino und Co. anschließen? Aber welchen? Und wie viel Geld darf das kosten? Und was mache ich dann damit?

Modellbau wäre auch eine tolle Sache, aber dafür fehlt der (kindersichere) Platz um die Teile auch mal stehen zu lassen.

Ich brauche Ideen, Anregungen und Vorschläge! Her damit! Los!

MUH!