eBay – richtig kaufen will gelernt sein.

Aus gegebenem Anlass fasse ich hier mal ein paar Eckpunkte zusammen, die anderen Usern helfen sollen, nicht in die gleiche Falle zu stolpern wie ich.

Die Suche

Wenn man einen bestimmten Artikel haben will, kann die richtige Suche schon viel ärger ersparen.

  • “negative” Suchworte: Wenn ich einen Fernseher suche, aber alle die nicht sehen will, die kaputt sind, so suche ich nach “Fernseher -defekt” so kann ich viele Attribute ausklammern, die ich nicht haben will.
  • Preisbereich: ich persönlich (versuche) für einen gebrauchten Artikel nie mehr als 50% des Neupreises zu bezahlen. Also fallen da schon mal wieder ein Satz Auktionen weg.
  • Artikelstandort: Nun wird es spannend. Wer bei eBay sucht, sucht automatisch bei “eBay Deutschland”. Das bedeutet aber nur, dass der Artikel für Deutschland angeboten wird. Der kann von sonstwo kommen und damit dann Probleme auslösen wie Zoll, Garantieabwicklung oder sehr lange Lieferzeiten. Artikelstandort: Deutschland reduziert das ganze.

Gefunden

Hat man aber nun eine (meist mehrere) passende Auktion gefunden, so sollte man noch auf folgendes achten:

  • “Mitglied seit:” Ist der User erst seit einer Woche bei eBay, verkauft aber 5 Rolex am Stück? Nicht vertrauenerweckend.
  • “Bewertungen 0”: Der User hat noch nie etwas ver- oder gekauft? Jetzt aber 3 Wii U auf einmal (*seufz*)? Vorsicht!
  • “Andere Artikel”: Der User verkauft x ähnliche Artikel (z.B. Spiele für eine bestimmte Konsole) aber die Artikelbilder sind alle komplett anders? Vorsicht! Die meisten User legen ihren Artikel zum Knipsen auf die selbe Stelle und so sehen die Bilder ähnlich aus. Zeig ein Bild also ein Spiel auf einem Tisch, das nächste ein Spiel auf dem Sofa und das dritte ein Spiel auf einer Decke, dann sollte man das sich noch einmal genauer ansehen.

Preis und Zahlungsmethoden

Die Höhe in der Vorsicht walten zu lassen ist, steigt exponentiell mit dem Wert der Ware bzw. dem Preis der Auktion. Und wenn nur per Überweisung bezahlt wird, dann sollte der Verkäufer viele positive Bewertungen haben. Denn anders als bei der Bezahlung mit PayPal (wo eBays Käuferschutz greifen kann) ist überwiesenes Geld erst einmal weg. Laut der Auskunft meiner Bank kann man “bis zu 10 Tage nach der Überweisung eine Rückbuchung versuchen“.

“Versuchen”!!!

Denn das läuft so ab: Man sagt seiner Bank “Bitte holt das Geld wieder” und die setzen sich dann mit der Bank in Verbindung, die das Geld angenommen hat. Diese wiederum (und jetzt kommt’s) fragt den Kontoinhaber, ob das denn ok ist, dass die Überweisung zurück geht. Sagt der jetzt “Nö!” war es das. Dann bleiben nur rechtliche Mittel.

Gefunden und für gut befunden

Der Artikel passt, der Verkäufer scheint ok und jetzt will man kaufen. Nun kann man live vorm PC sitzen bei Auktionsende und sich vom Fieber packen lassen oder man nutzt einen Bietagenten. Ein Bietagent ist eine Software, die einen vorher eingestellten Höchstbetrag für einen Artikel bietet und das kurz vor Ende der Auktion. Snipern nennt man das. War mal verboten aber mittlerweile bietet eBay selber so etwas an.

Ich benutze den B-O-M. Das Tool gibt es schon länger, es importiert die eBay “Ich beobachte” Liste und es kann Artikel gruppieren. Wenn ich also 15 mal ähnliche Auktionen habe, dann kann ich die über eine Gruppenbezeichnung zusammen fassen. Und sobald ein Artikel erfolgreich ersteigert wurde, werden alle folgenden Auktionen aus dieser Gruppe deaktiviert. Großartig!

Persönliches Fazit

Ich werde bei eBay nur noch dort mit bieten, wo der Verkäufer eine positive Historie hat. Sonst nicht mehr. Und natürlich nur mit dem B-O-M!